Tramino

Hauptseite > Fahrzeuge > Tramino > Konstruktion

Solaris Tramino

Konstruktion

Der Zuschnitt, die Verformung und das Fügen der Einzelteile des Wagenkastens erfolgt bei Solaris mit modernsten LASER-Schneidmaschinen, CNC-Biegemaschinen, CNC-Bohrwerken und teilweise unter Einsatz von Schweißrobotern. Die gewichtsoptimierten Seitenwand- und Stirnwandstrukturen werden aus Rechteck- und Sonderprofilen zusammen geschweißt.

Nach dem Ausschweißen, Richten und Vermessen werden die Wagenkästen gestrahlt, grundiert und mit Hohlraumversiegelung versehen. Die Dächer sind als Aluminium-GFK-Sandwichstrukturen vorgefertigt und nach Vormontage der Verkabelung und Klimakanäle auf die Wagenkästen aufgeklebt. Ebenso sind alle Scheiben und die Außenbeplankung mit der Fahrzeugstruktur verklebt. Dies ergibt eine glattflächige, optisch und qualitativ hochwertige Außenhaut.

Der Innenraum ist schall- und temperaturisoliert sowie mit optisch ansprechenden, pflegeleichten Kunststoffelementen ausgekleidet. Ein dauerelastischer Dickschicht-Unterbodenschutz wirkt zusätzlich schallschluckend. Alle verwendeten Materialien erfüllen die jeweiligen Brandschutzforderungen.

Durch die Verbindung der fünf Wagenkastenteile über drei Drehgelenke und ein Dreh-Nickgelenk und im Zusammenwirken mit den Sekundärfedern bleibt die Struktur der Wagenkästen auch bei ungünstiger Gleislage von Torsionskräften weitgehend verschont.

Zur wirksamen Klimatisierung und Belüftung sind im Fahrgastraum und separat für die Fahrerkabine Klimaanlagen installiert. Automatisch zugeschaltete Ventilatoren und Heizkörper sowie Klappfenster ergänzen die Klimatisierung.

Dem Fahrpersonal werden einstellbare Sitzpositionen und optimale Sichtverhältnisse geboten. Alle Bedienelemente sind für Fahrer unterschiedlicher Statur bequem erreichbar, die Anzeigen sind übersichtlich auf Bildschirmen dargestellt.

Durchgehende Achsen, gummigefederte Räder und außen liegende Motor-Getriebe-Einheiten bei den Triebfahrwerken ermöglichen einen Innenraum ohne Stufen sowie in Verbindung mit der Primär- und Sekundärfederung eine längere Lebensdauer sowie ausreichende Fahreigenschaften auch bei Gleislagefehlern.

Die Anbindung der Fahrwerke an die Wagenkastenteile erfolgt über je einen Längslenker, Stoßdämpfer und Gummielemente zur Bewegungsbegrenzung. Diese Konzeption erlaubt einen definierten Ausdrehwinkel, hält Stöße und Schläge weitgehend vom Wagenkasten fern.

Elektrohydraulische Federspeicherbremsen als Haltebremsen und zwei Magnetschienenbremsen in jedem Fahrwerk als Zusatzbremse unterstützen in kritischen Situationen die elektrodynamische Betriebsbremse.

Bei Störungen können die Haltebremsen vom Fahrerstand per Knopfdruck oder örtlich manuell gelöst werden und somit die Fahrzeuge bewegt und größere Verkehrsstörungen vermieden werden.

Auf dem Wagendach befinden sich Traktionsumrichter, Bremswiderstand, statischer Umformer, Batterie, Stromabnehmer und Schnellschalter. Jedem der vier 105 kW starken Asynchron-Motoren ist ein separater Traktionsumrichter zur Ansteuerung und Versorgung zugeordnet.

Der Tramino Poznań ist für den Einbau von Superkondensatoren vorbereitet, mit denen die Energieaufnahme aus dem Oberleitungsnetz reduziert werden kann.

Antrieb, Türen, Bremssysteme, Klimageräte, Beleuchtungen und Bedienelemente sind über ein Bus-System vernetzt, welches auch eine effiziente Diagnose ermöglicht.

 

Newsletter

Abonnieren Sie den Newsletter, um neueste Informationen zu erhalten.